Flöhe verursachen nicht nur juckende Bisse sondern übertragen auch viele Krankheiten, z.B. Typhus oder andere Parasiten wie Bandwürmer. (Im 14. Jahrhundert starben 25% der Bevölkerung an durch Flöhe übertragenen Krankheiten, z.B. Pest). Der verbreitetste Floh ist der Katzenfloh (Ctenocephalides felis) der auch andere Tiere wie Hunde befällt. Aus einem weiblichen Floh können bei guten Bedingen in einer Saison >>>30.000 Nachkommen<<< entstehen! Der größte Fehler ist einfach abzuwarten, denn dann wartet man nur, bis eine Flohplage über einen kommt, denn viele Millionen Jahre Überlebenskampf haben den Floh zu einem Überlebenskünstler gemacht, gegen den der Mensch nie ganz gewinnt. Er kann lediglich wachsam die Zahl der Gegner niedrig halten .

Der Flofeind

Es gibt nicht nur 1-2 Sorten, NEIN , es gibt über 2.500 Floharten. Flöhe sind alle ca 1-2 mm lang, flügellos, flach, rot-braun bis braun-schwarz und haben eine harte Schale. Die Schale ist so hart, dass ein Floh nicht wie andere Insekten mit der Fliegenklatsch todgeschlagen werden kann. Die Beine und der Körper ist mit rückwärts gerichteten Borsten besetzt. Flöhe haben Krallen an den Enden an jeder der 6 Beine. Mit diesen Krallen kann sich der Floh an Säugetieren festklammern. Da der Floh flach ist, kann er problemlos zwischen den Haaren seines Wirtes umherspazieren. Der Floh hat zwei einfache Augen und zwei kurze Fühler. Der Floh springt ohne Probleme 40 cm und Flöhe können 100 mal schneller beschleunigen als ein guter Rennwagen. Mit dem sägezahnartigen, nadelförmigen Kiefer schneiden sie sich einen Weg durch die Haut um das Blut der Säugetiere zu trinken. Flöhe trinken etwa das 15-fache ihres Körpergewichtes an Blut. Säugetiere locken die Flöhe durch Wärme, Bewegung und Kohlendioxid an.

Der Floh-Lebenszyklus

Der Lebenszyklus des Flohes besteht aus vier Zyklen:
Ei, Larve Puppe und der erwachsene Floh. Die weiblichen Flöhe legen Eier, aus den Eiern schlüpfen die Larven und die Larven spinnen einen Kokon, aus dieser Puppe schlüpft ein junger sehr hungriger Floh. Die Floh-Saison ist April bis September. Der erwachsene Floh braucht Blut um zu überleben, daher beißt er Säugetiere. Mit einer Mahlzeit ist er in der Lage bis zu 2 Monate ohne eine neue Mahlzeit zu überleben. Aber der Floh sucht sich am liebsten einen Wirt, bei dem er den Rest seines Lebens verbringen kann. Ein weiblicher Floh legt zwischen 20 und 50 Eier am Tag und lebt etwa 4 Monate. Im Schnitt legt ein weiblicher Floh etwa 2.000 Eier, dabei sind 2 von 3 Flöhen weiblich. Wenn die Umwelt optimale Bedingungen bietet, schlüpfen aus den Eiern schon nach zwei Tagen die Larven, sind die Bedingungen schlecht kanns auch zwei Wochen dauern. Gute Bedingungen sind 19º C bis 32º C und eine Luftfeuchtigkeit von 75%-85%, über 35° C sterben die Eier ab unter 5° C schlüpfen diese nicht können aber über ein Jahr auf bessere Bedingungen warten. Die Floheier sind sehr klein und weiß und mit dem Auge kaum zu sehen. Die braunen "Eier" auf den Haustieren sind keine Floh-Eier sondern nur der Flohkot aus den Resten der Blutmahlzeit. Das Stadium der Larve dauert zwischen einer und zwei Wochen. In dieser Zeit ernährt sich die Larve von dem organischen Material, das sich überall findet: z.B. Krümel und Hautschuppen. Zum Verpuppen ziehen sich die Larven in dunkle, ruhige und feuchte Stellen zurück, z.B. unter Möbel, zwischen Polsterkissen und Fußleisten. Die Larve stirbt wie die Eier ab 35° C. Die verpuppte Larve hat nun eine harte Schale in der sie sich in den erwachsenen Floh verwandelt. Das Stadium der Puppe dauert etwa zwei Wochen bis zu 6 Monaten, je nach Bedingungen. In diesem Stadium ist der Floh am schwersten zu töten. Wenn der Floh in der Puppe erwachsen ist, wartet er auf Signale von draußen um zu schlüpfen. Ein Signal ist z.B. ein Luftzug in der Nähe der Puppe, innerhalb von Sekundenbruchteilen schlüpft der Floh. Je nach Umweltbedingungen kann die Dauer vom Ei zum frischgeschlüpften Floh zwischen 3 Wochen und 6 Monaten liegen. Gute Bedingungen sind Haustiere, Teppich, Grass, Möbel, Wärme und Feuchtigkeit. Sollten über einen längeren Zeitraum die Bedingungen gut sein, so kann die Flohplage biblische Dimensionen annehmen.

Flohbisse

Nach einem Flohbiss fängt die Bissstelle an zu jucken und wird rot. Oft sind die Bissstellen in Gruppen zu 3-4 Bissen an Beinen, Armen, Schultern und am Bauch. Flöhe bevorzugen bestimmte Menschen und besonders Kinder. Kinder werden oft Opfer von Flöhen, da diese länger und öfter mit ihren Haustieren spielen und der Kontakt enger wird. Flohbisse sollte man mit Seife und Wasser abwaschen. Trotz Jucken sollte man sich nicht kratzen um Sekundär-Infektionen zu vermeiden. Bei Verdacht auf eine solche Infektion muss man seinen Arzt aufsuchen. Weiter kann der Flohbiss allergische Reaktionen auslösen. Anzeichen für Flöhe: Das Haustier kratzt sich und fühlt sich unwohl. Dunkle kleine Stellen auf der Haut. Stellenweise Haarverlust. Salz und Pfeffer (Floh-Eier und Floh-Kot) auf der Schlafdecke

Floh-Mythen

Zecken saugen Blut, aber keine Flöhe 
Falsch: Auch Flöhe ernähren sich von Blut.

Flöhe sind ungefährlich für alle Tiere
Falsch: Die Tiere können sogar sehr krank werden, sehr junge Tiere können innerhalb von Stunden sterben.

Flöhe beißen nur Katzen und Hunde 
Falsch: Flöhe mögen auch das Blut von Menschen.

Flöhe sterben schnell ohne ihre Blutmahlzeit 
Falsch: Flöhe können viele Wochen ohne Nahrung überleben.

Der häufigste Floh ist der Hundefloh 
Falsch: Der Katzenfloh ist der häufigste, er mag auch Hunde, Ratten und Menschen. 

Flöhe können nur im warmen Klima oder im Sommer überleben. 
Falsch: Flöhe fühlen sich in unseren Wohnungen das ganze Jahr über

Die Spitze des Flohbefalls

Wenn man einen Floh im Teppich sieht, so sieht man nur einen Bruchteil eines viel größeren Problems. Man sieht nur einige der erwachsenen Flöhe, vielleicht max 1 % der gesamten Population. Einem erwachsenem Floh steht die 20-fache Menge an Eiern, Larven und Puppen gegenüber. Sollten Sie also schon einen Floh auf dem Teppich erwischen, sollten Sie handeln! Wenn ein Floh Eier legt, so bleiben diese nur einige Minute in den Haaren des Haustieren und fallen dann zu Boden. Am Schlafplatz des Haustieres finden sich daher die meisten Floh-Eier. Weitere Eier finden sich entlang des Weges, den das Haustier nimmt. Klar ist, nur ein kleiner Teil der Flöhe befindet sich direkt am Tier .

Handeln

Es gibt viele Möglichkeiten. In fast jedem Zoofachgeschäft sind Anti-Flohmittel zu bekommen, doch sind viele Flöhe gegen diese oft verwendeten Mittel bereits imun. Der beste Weg ist es, sich bei seinem Tierarzt ein passendes Mittel zu besorgen. Es gibt für jeden Zweck das entsprechende Mittel (Anwendung am Tier,zur Bekämpfung der Flöhe an den Tier-Lieblingsplätzen, für die Polstermöbel etc... wie z.B. Frontline,Program,Fogger ...), viele dieser Mittel haben eine länger anhaltende Wirkung. So ist es ratsam nach einer Behandlung gegen Flöhe, oder im Idealfall, die Tiere auch schon vor dem ersten Flohbefall zu schützen (Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem passenden Mittel). 

Und für diejenigen die glauben, reine HAUS-tiere könnten keine Flöhe bekommen: 


Sie können Floheier jederzeit mit den Schuhen in die Wohnung bringen ! Der beste Schutz ist die Vorbeugung !

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